Ab und an versuche ich hier ein paar alte Bekannte zu googeln. Deinen Nachnamen weiß ich nicht und bei Stayfriends (denn du bist ja auch in die Uhland - Oberschule gegangen) werde ich nur ausgebremst. Es tauchen dort nur Symbolnamen auf, die ich im Leben nie gekannt habe.
Heute habe ich mal wieder nach Bobby gefahndet.
Schon besser würde ich sagen. Er sieht gut aus und wirkt nicht mehr fies. Hätte ich ihn nie kennengelernt und würde dort noch wohnen, ich wäre sicher gern seine Patientin gewesen. In dem Gesicht zu ruhen ist sicher sehr angenehm. Aber hypnotisieren ließe ich mich nicht. Wer weiß was man dann so Lächerliches anstellen würde und ob man nicht doch Schmerzen hat.
Er ist wirklich mein Traumtyp gewesen. Betonung liegt auf gewesen.
Ich würde, falls ich je noch einmal Zweisamkeit suche, was ich nicht generell ausschließe...nach einer Erholungsphase, denn doch so etwas wie den Jogger bevorzugen. Ein reiferer Mann, der auch gut aussehend und klug und kuschelig ist, einen aber nicht unbedingt schon vom Alter her demütigt...( abgesehen davon, dass diese jungen Typen die reiferen Damen tatsächlich Lebensjahre kosten, so in einer wissenschaftlichen Studie gelesen!)
Aber ich wünsche Bobby alles Gute. Die kleine Retourekutsche musste sein, ich habe mich schon sehr verschaukelt gefühlt nach dem Internetauftritt.
Einst wollte ich ihn fragen, ob er noch an Andrea denkt, denn schließlich wirkten sie wie Paul und Paula. Nur, dass sich Paulinchen wohl noch die Hörner abstoßen musste. Ob er sie noch vermisst? Aber er hat ja eine hübsche Frau und die Assistenzärztin ist auch nicht von schlechten Eltern.
Ob Andrea es je bereut hat? Schon verrückt. Aber äußerlich schienen die beiden wie für einander gemacht. In gewisser Weise sind sie ähnlich schön gewesen.
Ja, derartige Gedanken macht man sich, wenn man so allein vor sich hinstirbt.
Susi geht es noch gut. Sie manipuliert mich fleißig. Sie will immer meistens dann schmusen, wenn ich gerade im Begriff bin, mir etwas zwischen die Kiemen zu schieben. Entweder du isst etwas, sagt sie zu mir, oder wir schmusen. Ich oder schnödes Food!
Zweimal habe ich gewagt dem Food den Vorzug zu geben. Frühstück und Mittag. Abends aber verschob ich alles, um mit ihr zu schmusen. Was macht Madame? Sie zeigt mir den kleinen Hintern und sagt: Ich hab doch nur Spaß gemacht...
Aber sie darf das. Ich muss dann doch lachen über meine kleine Strategin. Ich brauche sie sehr!
Heute las ich einen Artikel in dem der Autor feststellte, dass alle Kriege aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden. Für mich nicht neu. Neu war nur, dass Napoleon gewissermaßen aus Not zum Eroberer wurde. Nämlich die französische Wirtschaft ging so derartig auf dem Zahnfleisch, weil die Engländer ihnen alle Kolonien und somit Rohstoffe vor der Nase wegschnappten und deshalb großes Elend in der französischen Bevölkerung herrschte. Das wollte der gute Napoleon ändern. Welch noble Motivation!
Ich glaube allerdings, dass es dem französischen Volk schon länger so dreckig ging, denn schließlich finanzierte sich der göttliche Sonnengott Ludwig XIV. über sein ausgepresstes Volk und frönte der sinnlosen Gier und dem Luxus. Genauso trieb es sein Enkel Ludwig der XVI. der mit der Antoinett, (dem Brot und dem Kuchen fürs Volk). Er war übrigens ein Schwächling wie die Geschichte meint.
Ich glaube, dass selbst wenn sie im Nachteil gegenüber England gewesen sind, sie immer noch genügend verprasst haben und ihr Volk auch weiterhin gnadenlos auspressten, bis es nichts mehr zu verlieren hatte und sich wehrte.
Unter Napoleon soll es den Franzosen besser ergangen sein, was ich sehr gerne belegt gesehen hätte. In einem Film sah ich, dass die Soldaten Napoleon besonders liebten, weil er aus dem selben Blechnapf fraß wie sie...
Du siehst es geht immer wieder um: Entweder wir oder die. Das ist aber genau das, was die Welt kaputt machen wird. Es ist genug für alle da, wenn man denn faire Preise bezahlen würde und den Planeten nicht so ums Verrecken ausbeuten würde und alles, aber auch alles zu Geld machen müsste. Es gab auch schon früher Nationen die friedlich Handel trieben und es allen gut ging.
Bevor Vasco da Gama nach Indien reisend Afrika umsegelte und anhielt hier und da, war Afrika ein reicher Kontinent. Die hatten Südfrüchte, Gewürze, Edelsteine mit denen sie schwunghaften Handel trieben. Sie konnten die feinsten Stoffe weben, wo selbst die Engländer neidisch geworden wären. Das habe ich gelesen in einem seriösen Buch. Also geht es doch auch maßvoll! Sicher haben die auch kleine Scharmützel gehabt, aber nicht in unseren Dimensionen.
Dass die Könige dann ihre Menschen als Sklaven verkauft haben ist vielleicht so gewesen wie Heute. Die einen tun es aus Gier, die anderen weil sie vom Westen gezwungen werden.
Zum Abschluss sprach der Intelligente vom Imperium in dem es dann Frieden gibt. Witz komm raus! Es würde auch in einem Imperium nie Frieden geben. Weil es den meisten Menschen, wie es sich jetzt schon abzeichnet, saudreckig gehen würde. Es würde immer wieder Nationalstolz und Aufstand geben. Imperien sind noch immer zu Staub zerfallen.
Der Satz war gut, oder?
Ich hätte so gern einmal mit dir darüber philosophiert. Bin mir ja auch nicht sicher, ob ich das so richtig sehe. Schade.
Gute Nacht liebe Jasmin! Ich hoffe es geht dir gut!

sachmed - 23. Nov, 21:03